Neutronensterne

Franziska Konitzer

Illustration eines Pulsars

NASA’s Goddard Space Flight Center

Neutronensterne sind die vermutlich dichtesten Objekte im Universum: Ein Teelöffel ihrer Materie dürfte einige Milliarden Tonnen wiegen. In dieser Folge des Podcasts erklärt Andreas Bauswein von der Gesellschaft für Schwerionenforschung in Darmstadt, wie er und seine Kollegen diese extremen Himmelskörper erforschen.

Porträtfoto von Andreas Bauswein

Andreas Bauswein

Die meisten Sterne im Weltall befinden sich in einem stabilen Gleichgewicht: In ihrem Inneren erzeugen sie durch Kernfusion genügend Energie, um hell zu erstrahlen – und der eigenen Schwerkraft entgegenzuwirken. Nach vielen Millionen oder sogar Milliarden Jahren ist der Brennstoffvorrat allerdings verbraucht, die Fusionsreaktionen kommen zum Erliegen. Bei massereichen Sternen gewinnt die Schwerkraft nun Oberhand und lässt den Himmelskörper in sich zusammenstürzen.

Andreas Bauswein: „Und im Inneren bleibt dann ein Neutronenstern zurück. Ein äußerst kompakter Überrest – typischerweise mit einer Masse von ungefähr eineinhalb Sonnen. Der Radius beträgt dabei aber nur 10 bis 15 Kilometer. Dementsprechend kompakt und dicht ist das Objekt.“

Während der Kern innerhalb von Sekundenbruchteilen zusammenstürzt, werden die äußeren Schichten des Sterns ins Weltall geschleudert – in einer gewaltigen Explosion. Eine solche Supernova lässt den Stern für kurze Zeit heller als seine gesamte Heimatgalaxie erstrahlen und verhindert, dass er zu einem Schwarzen Loch wird. Mehr dazu in der 274. Folge unseres Podcasts.


Folge 274 – Neutronensterne

Wie Physiker die vermutlich dichtesten Objekte im Universum erforschen, erklärt Andreas Bauswein von der Gesellschaft für Schwerionenforschung in dieser Folge.

Quelle: https://www.weltderphysik.de/mediathek/podcast/neutronensterne/