Hitzestunden offenbaren Ausmaß der Erwärmung

In viele Statistiken gingen heiße Stunden bisher nicht ein; sie sind aber wichtig, um Hitzewellen genauer zu erfassen.

Jan Oliver Löfken

Wetterkarte von Europa, orange bis rötlich eingefärbt. Temperaturbeschriftungen von 20 Grad Celsius im Norden bis 38 Grad Celsius in Frankreich.

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Steigen die Treibhausgasemissionen weiter wie bisher, werden Hitzetage zum Ende des Jahrhunderts vier Stunden länger als bisher extrem heiß sein. Das zeigt eine neue Studie, die aus weltweiten Daten die Anzahl der extrem warmen Stunden im Zeitraum von 1981 bis 2023 analysiert hat. Demnach erfassen Analysen der Hitzewellen wie der im Juni dieses Jahres, bei der es in einzelnen Regionen Deutschlands bis zu 15 Hitzetage gab, nicht das ganze Ausmaß der Erwärmung. Insgesamt ein knappes Drittel der extrem heißen Stunden, vor allem während der Nacht und in den frühen Morgenstunden, blieb bei bloßen Analysen der heißen Tage unerfasst.

Stattdessen verspricht eine Analyse der heißen Stunden mehr Details. Eine Stundentemperatur gilt dann als extrem warm, wenn sie einen Wert übersteigt, der im langjährigen Vergleich nur in zehn Prozent der Fälle erreicht oder überschritten wurde. Diese scharfe Definition macht es möglich, eine Hitzephase genauer zu erfassen als über eine Tagesstatistik. Danach ist global die Zahl der Hitzestunden seit 1981 im Mittel um 62,36 Stunden pro Jahrzehnt gestiegen. Neben solch genaueren Daten für die Klimaforschung ermöglicht diese Stundenstatistik auch effizientere Warnsysteme und Anpassungsstrategien.

Quelle: https://www.weltderphysik.de/gebiet/erde/nachrichten/2026/klimaforschung-hitzestunden-offenbaren-ausmass-der-erwaermung/