Planet Erde in kritischem Zustand
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Wie schon 2025 ist auch in diesem Jahr der Zustand des Systems Erde hochkritisch: So sind bereits sieben von neun planetaren Belastungsgrenzen überschritten – darunter die Treibhausgasemissionen, die Versauerung der Ozeane und die Belastung mit Chemikalien. Zu diesem Ergebnis kommen Forschende des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung in ihrem „Planetary Health Check 2026“. Er basiert auf den neuesten verfügbaren Messdaten und wissenschaftlichen Veröffentlichungen. Dieses Jahr betont der Bericht erstmals, dass die Widerstandskraft der Ökosysteme sowohl an Land als auch am Meeresboden sinkt.
An Land nehmen Wälder, Moore und Böden Kohlendioxid auf und senken damit die CO2-Konzentration in der Atmosphäre. Doch dieser natürliche Schutz vor der Erderwärmung wird immer schwächer. Wegen Hitze, Dürren, Bränden und Schädlingen nehmen Pflanzen immer weniger Kohlendioxid auf und ihre biologische Produktivität sinkt. So stagniert die natürliche Aufnahme nach Angaben des Berichts etwa seit dem Jahr 2000.
Nur zwei Funktionen des Systems Erde rangieren im sicheren Bereich
Auch die Meere speichern große Mengen organischen Kohlenstoffs. Doch Fischerei und Schifffahrt setzen den Meeren zu, sodass ein Teil dieses Kohlenstoffs als Kohlendioxid wieder freigesetzt wird. Modellrechnungen kommen allein für die Grundschleppnetzfischerei auf 160 bis 400 Millionen Tonnen Kohlenstoff pro Jahr, die zusätzlich freigesetzt werden könnten. Da gerade Ökosysteme in der Tiefsee sich nur sehr langsam über Jahrzehnte erholen, sei ein wirksamerer Schutz dringend gefordert, so die Autorinnen und Autoren des Berichts.
Die Versauerung der Ozeane, die Verfügbarkeit von Süßwasser, Landnutzung und CO2-Konzentration überschreiten auch dieses Jahr wie schon im Vorjahresbericht die jeweiligen Belastungsgrenzen. Besonders kritisch sieht der aktuelle Gesundheitscheck unseres Planeten, wie sich die Stickstoff- und Phosphorkreisläufe verändern und die Artenvielfalt schwindet. Zudem ist die Umwelt immer stärker durch schädliche Substanzen wie Mikroplastik, Pestizide oder die langlebigen PFAS belastet. Einzig die Verschmutzung der Atmosphäre mit Aerosolen und der Rückgang des Ozonlochs rangieren im Bericht unterhalb der Belastungsgrenze.
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Quelle: https://www.weltderphysik.de/gebiet/erde/nachrichten/2026/planetary-health-check-planet-erde-in-kritischem-zustand/


