Arktis setzt immer mehr Methan frei
Lenorlux/iStock
Seit 20 Jahren gibt die Arktis jährlich bis zu 140 000 Tonnen mehr Methan frei. Das ergaben Simulationen arktischer Methanemissionen, die auf Messdaten zwischen den 1980er-Jahren und 2020 beruhen. Analysen des Isotops Kohlenstoff-13 offenbarten zudem die Methanquellen. So stammen 80 000 Tonnen der zusätzlichen jährlichen Emissionen aus Mooren, Seen und tauenden Permafrostböden, 60 000 weitere Tonnen aus Wald- und Tundrafeuern.
Außerdem verschiebt sich der Zeitpunkt, ab dem mehr Methan freigesetzt als abgebaut wird, vom Herbst in den Spätsommer. Dann wirken sich tauende Permafrostböden und sommerliche Waldbrände besonders stark aus. Insgesamt nehmen, so die neuen Ergebnisse, die jährlichen Methanemissionen in der Arktis pro Grad Erderwärmung um 310 000 Tonnen zu – deutlich stärker als bisher angenommen. Das ist besonders kritisch, da Methan die Atmosphäre vielfach stärker als Kohlendioxid erwärmt und das freigesetzte Methan somit einen sich selbst verstärkenden Effekt hat.
Quelle: https://www.weltderphysik.de/gebiet/erde/nachrichten/2026/standard-titel/


