Weltraummüll

Kim Hermann

Collage aus zahlreichen Objekten aus der Raumfahrt vor schwarzem Hintergrund. Dargestellt sind ausgediente Satelliten, Raketenstufen, Treibstofftanks, Solarpaneele, Triebwerke und kleinere Metallteile und Schrauben.

Max Alexander/Steve Kelly. Lizenz: CC BY 4.0

Der Weltraum ist längst kein unberührter Ort mehr. Seit dem Start des ersten Satelliten Sputnik 1 im Jahr 1957 ist es im Erdorbit immer voller geworden. Und mit der wachsenden Nutzung des Weltraums hinterlassen wir dort auch immer mehr Spuren. Über diesen Weltraummüll haben wir mit Tim Flohrer von der Europäischen Weltraumorganisation ESA gesprochen.

Profilbild des Forschers

Tim Flohrer

Seit Beginn des Raumfahrtzeitalters wurden bereits 25 000 Satelliten in den Weltraum entsandt. Sie erfüllen vielfältige Zwecke und wir alle nutzen die Daten, die Satelliten sammeln und übertragen, tagtäglich. Meist bekommen wir das nicht einmal mit.

Tim Flohrer: „Zum Beispiel, wenn wir die Navigation auf unserem Handy nutzen und uns auf der Karte angezeigt wird, wo wir uns befinden. Das geht tatsächlich nur, weil Satelliten im Orbit uns dabei helfen. Manchmal ist diese Abhängigkeit sogar noch etwas versteckter. Vielen von uns ist vielleicht aufgefallen, dass die Wettervorhersage in den letzten Jahren besser geworden ist. Auch da fließen direkt Satellitendaten ein. Oder wir nutzen Satellitendaten, wenn wir im Verkehr unterwegs sind und wissen wollen, wie die Stauvorhersage aussieht.“

Auch in anderen Bereichen sind Satelliten nicht mehr wegzudenken: Wie etwa in der Landwirtschaft, um die Ernte zu planen und zu überwachen oder im Finanzwesen, um Handelsplätze miteinander zu synchronisieren. Mehr dazu in der 383. Folge.


Folge 383 - Weltraummüll

Quelle: https://www.weltderphysik.de/mediathek/podcast/weltraummuell/