Suche nach der Weltformel

Kim Hermann

Eine komplexe Formel in Kreide auf einer Tafel

CERN

Die Idee, mit einer einzigen Formel das gesamte Universum zu beschreiben, ist ebenso verlockend wie utopisch. Dennoch gibt es Physikerinnen und Physiker, die nach einer Weltformel – oder im Englischen nach einer „Theory of Everything“ – suchen. Wie die Weltformel aussehen könnte und was sich Forschende von ihr erhoffen, erzählt Alexander Blum vom Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin in dieser Folge des Podcasts.

Portraitbild des Forschers

Alexander Blum

Die Physik bietet eine große Bandbreite an Theorien, mit denen sich die unterschiedlichsten Phänomene beschreiben lassen: Den elektrischen Strom erklären wir mit der Elektrizitätslehre, die Bewegungen von Planeten mit der Allgemeinen Relativitätstheorie und die Vorgänge in Atomen mithilfe der Quantenphysik. Doch einige Physikerinnen und Physiker träumen davon, eine große, übergeordnete Theorie zu finden, die alle Phänomene, die wir im Universum beobachten, miteinander vereint.

Alexander Blum: „Diesen Wunsch nach Vereinheitlichung kann man durchaus auch als ein Rückbesinnen auf ein goldenes Zeitalter verstehen, als es diese Vielfalt noch nicht gab.“

Denn als die Physik als eigenständige Naturwissenschaft im 17. Jahrhundert ihren Anfang nahm, herrschte zunächst die Überzeugung, dass sich alle physikalischen Phänomene auf ein und dasselbe Prinzip zurückführen lassen. Mehr dazu in der 385. Folge.


Folge 385 – Suche nach der Weltformel

Quelle: https://www.weltderphysik.de/mediathek/podcast/suche-nach-der-weltformel/