Little Red Dots
NASA, ESA, CSA, STScI, D. Kocevski (Colby College)
Als das James-Webb-Teleskop vor knapp fünf Jahren ins Weltall startete, warteten Astronominnen und Astronomen weltweit gespannt auf die ersten Bilddaten des neuen Teleskops. Neben detailreichen Aufnahmen von kosmischen Nebeln und den Atmosphären von Exoplaneten fanden sie in den ersten Bildern aber auch Hinweise auf Objekte, die zuvor noch nie beobachtet wurden – ganz kleine, rötliche Punkte, die man auf den Namen „Little Red Dots“ taufte. Was Astronominnen und Astronomen bislang über die kleinen roten Punkte herausgefunden haben und welche Bedeutung die Objekte für unser Verständnis vom frühen Universum haben, berichtet Jan-Torge Schindler von der Universität Hamburg.
Man kann das James-Webb-Weltraumteleskop als Nachfolger des Hubble-Teleskops ansehen, das bereits seit dem Jahr 1990 Bilder aus dem Weltall liefert. Während das Hubble-Teleskop vor allem Licht im sichtbaren und ultravioletten Wellenlängenbereich beobachtet, ist das James-Webb-Teleskop auf langwelligeres Licht im Infrarotbereich spezialisiert. Dabei ist es hundertfach empfindlicher als das Hubble-Teleskop und kann somit auch Objekte aufspüren, die mit den anderen Teleskopen bisher verborgen blieben. So auch die Little Red Dots, die im Jahr 2022 erstmals in den Bildern des James-Webb-Teleskops auftauchten.
Jan-Torge Schindler: „Sie erscheinen in den Bilddaten rot und sind sehr kompakt. Aber das wirklich Spannende waren nicht die Bilder, sondern die Spektroskopie, die von den Objekten gemacht wurde.“
Spektroskopie ist eine Methode, die in der Physik häufig angewandt wird. Mehr dazu in der 389. Folge.
Folge 389 – Little Red Dots
Quelle: https://www.weltderphysik.de/mediathek/podcast/little-red-dots/


