Quasare in Rekordentfernung entdeckt
Rainer Kayser und Redaktion
NASA, ESA, Joseph Olmsted (STScI)
Bereits 670 Millionen Jahre nach dem Urknall gab es Schwarze Löcher mit über einer Milliarde Sonnenmassen. Das zeigen Beobachtungen mit dem europäischen Weltraumteleskop Euclid, bei denen Astronominnen und Astronomen insgesamt 31 neue Quasare im jungen Kosmos aufgespürt haben – das sind hell leuchtende Objekte in den Zentren von Galaxien, die durch supermassereiche Schwarze Löcher angetrieben werden. Zwei davon stellen mit 13,12 Milliarden Lichtjahren einen neuen Rekord auf: Noch nie wurde ein so weit entfernter Quasar entdeckt.
Das Weltraumteleskop Euclid der europäischen Weltraumagentur ESA startete 2023 ins All auf eine 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernte Umlaufbahn. Seither durchsucht es den Himmel nach Galaxien und Quasaren im jungen Universum. Innerhalb eines Jahres hat Euclid bereits mehr Quasare im jungen Kosmos aufgespürt als alle anderen Teleskope zusammen in zehn Jahren. Darunter sind auch die beiden neuen Rekordhalter. Da ihr Licht 13,12 Milliarden Jahre zur Erde benötigt, sehen die Astronomen die Objekte so, wie sie 670 Millionen Jahre nach dem Urknall vor 13,79 Milliarden Jahren ausgesehen haben. Die Beobachtung der fernen Objekte soll nun Aufschluss darüber geben, wie derart massereiche Schwarze Löcher so kurz nach dem Urknall entstehen konnten.
Quelle: https://www.weltderphysik.de/gebiet/universum/nachrichten/2026/fruehes-universum-quasare-in-rekordentfernung-entdeckt/


