El Niño
Julia Thomas
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Seit vielen Jahrhunderten schon bereitet „El Niño“, zu Deutsch „kleiner Junge“ oder auch „das Christkind“, Fischern in Südamerika große Sorgen. Heutzutage beschäftigt das Phänomen auch zahlreiche Forschende – wie Daniela Domeisen von der Universität Lausanne und der ETH Zürich, mit der wir für diese Folge unseres Podcasts gesprochen haben.
El Niño ist Teil einer Zirkulation, die sowohl in der Atmosphäre als auch im Ozean stattfindet. Forschende bezeichnen sie als ENSO, was für El Niño-Southern Oscillation oder auf Deutsch „El Niño und südliche Oszillation“ steht. Das Phänomen spielt sich im tropischen Pazifik zwischen Indonesien und Südamerika ab – von Europa aus gesehen also auf der anderen Seite der Erdkugel.
Daniela Domeisen: „El Niño ist der Ozeanteil und Southern Oscillation ist der atmosphärische Teil. Erst in den 1960er -Jahren wurde realisiert, dass der Ozean und die Atomosphäre im tropischen Pazifik eigentlich zusammengehören, dass sie gekoppelt sind und miteinander das ENSO-Phänomen produzieren.“
Mit „gekoppelt“ meint Daniela Domeisen, dass sich die Atmosphäre und der Ozean dauerhaft gegenseitig beeinflussen: Wenn sich eine dieser Komponenten ändert, reagiert die andere darauf und verändert sich ebenfalls. Mehr dazu in der 386. Folge.
Folge 386 – El Niño
Quelle: https://www.weltderphysik.de/mediathek/podcast/el-nino/


