Der Mond – Trabant unserer Erde

Mond über dem Erdhorizont

NASA

Der Mond ist das auffälligste Objekt am nächtlichen Himmel – und neben der Erde der einzige Himmelskörper, den Menschen bislang betreten haben.

In der Frühzeit des Sonnensystems – vor etwa 4,5 Milliarden Jahren – stieß ein marsgroßer Himmelskörper mit der urzeitlichen Erde zusammen. Aus dieser Kollision ging der Mond hervor: Er formte sich aus Trümmern, die durch den heftigen Aufprall ins Weltall geschleudert worden waren. Mit seiner Anziehungskraft hat der Erdtrabant die Entwicklung unseres Planeten erheblich beeinflusst. So stabilisiert der Mond die Rotationsachse der Erde und sorgt damit für stabile Klimaverhältnisse. Und die vom Mond verursachten Gezeiten schufen einzigartige Lebensräume zwischen Meer und Land.

Es ist ein glücklicher Zufall, dass Sonne und Mond von der Erde aus gesehen etwa gleich groß erscheinen. Denn nur dadurch kommt es zu spektakulären Sonnenfinsternissen, wenn sich der Mond auf seiner Bahn vor die Sonne schiebt. Die genaue Vorhersage von solchen Ereignissen spielte eine wichtige Rolle in der Geschichte der Astronomie.

Auch heute ist der Mond noch Gegenstand der Forschung. Anhand von Gesteinsproben versuchen Wissenschaftler beispielsweise zu verstehen, wie genau der Erdtrabant aus den Bruchstücken der Kollision entstand und wie er sich seither entwickelte. Auch Einschlagkrater auf der Mondoberfläche liefern wertvolle Hinweise auf das Geschehen im jungen Sonnensystem. Seit Ende der 1950er-Jahre helfen Mondsonden – über einhundert sind es inzwischen – dabei, dem Erdtrabanten seine Geheimnisse zu entlocken. Die Sonden kartieren die lunare Oberfläche und analysieren deren chemische Zusammensetzung.

Aufgrund seiner Nähe zur Erde ist der Mond auch ein Ziel für bemannte Flüge. In den Jahren 1969 bis 1972 betraten insgesamt zwölf Astronauten im Rahmen des Apollo-Projekts die Mondoberfläche. Von ihnen zurückgelassene seismische Messgeräte zeichnen noch heute Erschütterungen durch Mondbeben und Meteoriteneinschläge auf.

Und schon in wenigen Jahren sollen wieder Menschen auf dem Erdtrabanten landen, um dort eine permanente Basis einzurichten. Zentral für dieses Vorhaben ist in den Polarregionen vermutetes Wassereis: Es ließe sich sowohl zur Versorgung mit Wasser und Sauerstoff als auch zur Produktion von Raketentreibstoff nutzen. So könnte der Erdtrabant zum Sprungbrett für Flüge zu weiter entfernten Himmelskörpern im Sonnensystem werden.



Der Mond in Zahlen

Mittlerer Durchmesser

3474 Kilometer

Masse

7,348 × 1022 Kilogramm

Mittlerer Abstand zur Erde       

384 400 Kilometer

Umlaufzeit um die Erde

27 Tage, 7 Stunden und 43,7 Minuten

Quelle: https://www.weltderphysik.de/gebiet/universum/der-mond/

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