Nobelpreis für Physik 2026
Redaktion
Ill. Niklas Elmehed © Nobel Prize Outreach
Der Nobelpreis für Physik geht in diesem Jahr an Francis Halzen von der University of Wisconsin-Madison in den USA. Er wird für entscheidende Beiträge zum Neutrinoobservatorium IceCube und zur Entdeckung hochenergetischer Neutrinos astrophysikalischen Ursprungs geehrt. Francis Halzen legte den Grundstein für eine neue Art der Astronomie. Es war seine Idee, Gletschereis am Südpol zu nutzen, um nahezu masselose Elementarteilchen aus dem fernen Weltall aufzuspüren.
Am 10. Dezember – dem Todestag von Alfred Nobel – findet die Verleihung der diesjährigen Nobelpreise in Stockholm statt. Die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften verleiht dann zum 120. Mal den Nobelpreis für Physik. Den ersten Nobelpreis bekam Wilhelm Conrad Röntgen im Jahr 1901 für die Entdeckung der nach ihm benannten Röntgenstrahlung. Im letzten Jahr ging der Physiknobelpreis an John Clarke, Michel H. Devoret sowie an John M. Martinis für „die Entdeckung des makroskopischen quantenmechanischen Tunnelns und der Quantisierung von Energie in einem elektrischen Stromkreis“.
Mit Francis Halzen erhielten insgesamt 230 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler den Preis für bedeutende Entdeckungen und Erfindungen – John Bardeen sogar zweimal. 48 Forschende erhielten den Preis allein, während 33 Preise von zwei und 39 von drei Preisträgerinnen und Preisträgern geteilt wurden. Der jüngste Preisträger war William Lawrence Bragg mit gerade einmal 25 Jahren, der älteste Arthur Ashkin mit 96 Jahren. Bislang wurde der Preis nur an fünf Frauen verliehen: Marie Curie im Jahr 1903, Maria Goeppert-Mayer im Jahr 1963, Donna Strickland im Jahr 2018, Andrea Ghez im Jahr 2020 und Anne L’Huillier im Jahr 2023.
Quelle: https://www.weltderphysik.de/thema/nobelpreis/icecube-nobelpreis-fuer-physik-2026/


