Komplexität und Chaos
Julia Thomas
DiyanaDimitrova/iStock
Auf den ersten Blick scheinen Bienenschwärme, politische Systeme und das menschliche Gehirn nichts miteinander zu tun zu haben. Doch bei allen handelt es sich um sogenannte komplexe Systeme, die sich mithilfe der Physik beschreiben lassen. Wie das funktioniert und warum Komplexität nicht gleich Chaos bedeutet, erklärt Karoline Wiesner von der Universität Potsdam.
Im Alltag begegnen wir Chaos tagtäglich: Etwa, wenn sich Wäscheberge in unserer Wohnung ansammeln oder wir uns im Feierabendverkehr durch die Straßen drängen. Auch in der Physik gibt es chaotisches Verhalten – und dafür braucht es nicht einmal viele Elemente. In der Astronomie genügen beispielsweise schon drei Himmelskörper, die sich gegenseitig anziehen, um ein chaotisches System zu bilden.
Karoline Wiesner: „Eigentlich würde man ja denken: Das kann ja nicht so kompliziert sein. Und das ist es auch nicht, man kann alles aufschreiben und im Prinzip auch numerisch berechnen. Nur die Berechnung wird sehr schnell sehr stark von den Anfangsbedingungen abhängen.“
Befindet sich einer der Himmelskörper nämlich etwas näher an den anderen beiden als angenommen, umkreisen sich die drei Himmelskörper schnell in völlig anderen Mustern als die Berechnungen vorhersagen. Mehr dazu in der 384. Folge.
Folge 384 – Komplexität und Chaos
Quelle: https://www.weltderphysik.de/mediathek/podcast/komplexitaet-und-chaos/


