DPG überreicht ihre höchsten Auszeichnungen

Max-Planck-Medaille für Theoretiker Giorgio Parisi aus Rom - Stern-Gerlach-Medaille für Günter Wolf und seine Experimente am DESY Hamburg

Max-Planck-Medaille
Max-Planck-Medaille

Dresden - Die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) verleiht heute ihre zwei höchsten Auszeichnungen: Giorgio Parisi von der Universität Rom erhält die "Max-Planck-Medaille für Theoretische Physik" und Günter Wolf vom Deutschen Elektronen-Synchrotron (DESY) in Hamburg wird mit der "Stern-Gerlach-Medaille für Experimentelle Physik" geehrt.

Zu Giorgio Parisis Forschungsschwerpunkten gehören Elementarteilchenphysik, Statistische Physik sowie die Quantenfeldtheorie, die mikroskopische Phänomene auf Grundlage der Quantenphysik beschreibt. Die DPG würdigt ihn vor allem für seine Beiträge zur Physik komplexer Systeme.

Der Teilchenphysiker Günter Wolf war während seiner Arbeit am DESY maßgeblich an der Entdeckung des Gluons beteiligt. Dieses Elementarteilchen überträgt das Kraftfeld, das zwischen Quarks - den kleinsten Bausteinen der Materie - wirkt. Da Protonen und Neutronen aus Quarks bestehen, ist das Gluon für die so genannte Starke Wechselwirkung verantwortlich, welche die Atomkerne zusammenhält.

Beide Auszeichnungen sind undotiert und bestehen aus einer Goldmedaille, die im Rahmen der DPG-Jahrestagung in Dresden überreicht wird. Außerdem werden 19 weitere Physikerinnen und Physiker ausgezeichnet unter anderem in den Bereichen Nachwuchs- und Frauenförderung, Didaktik und internationale Ehrungen.