Wie entstehen Kondensstreifen?

Flugzeuge stoßen heiße Abgase aus – und manchmal entstehen dadurch Eisspuren hinter der Maschine, die wir am blauen Himmel als weiße Streifen sehen.

Anne-Dorette Ziems

Blick von unten in strahlend blauen Himmel mit weißen Wolkenfeldern am Rand: Ein Flugzeug fliegt diagonal von oben links nach unten rechts und zieht zwei parallele, lange weiße Kondensstreifen hinter sich her.

Alberto Masnovo/iStock

In den Triebwerken von Flugzeugen verbrennt Kerosin. Dabei wird Kohlenstoffdioxid ausgestoßen, aber auch Wasserdampf und Rußpartikel. In einer Höhe von zehn Kilometern über dem Erdboden, wo Flugzeuge etwa fliegen, ist die Luft ziemlich kalt: Es herrschen Temperaturen von minus 40 Grad Celsius und weniger. Derart kalte Luft kann nur wenig Feuchtigkeit aufnehmen. Infolgedessen kondensiert der heiße Wasserdampf aus den Triebwerken der Maschine schlagartig an den winzigen Rußpartikeln.

Und nur Sekundenbruchteile später gefrieren die Wassertröpfchen zu Eiskristallen. Im Prinzip sind Kondensstreifen also Wolken aus unzähligen winzigen Eiskristallen. Wie lange Kondensstreifen am Himmel sichtbar bleiben, verrät übrigens etwas über die Luftfeuchtigkeit da oben. Kurze Streifen deuten darauf hin, dass die Luft eher trocken ist. Denn hier lösen sich die Eispartikel schneller auf und werden wieder zu Wasserdampf. Lange Streifen sprechen für eine höhere Luftfeuchtigkeit. 

Quelle: https://www.weltderphysik.de/thema/hinter-den-dingen/wie-entstehen-kondensstreifen/