CO2-Entnahme aus der Atmosphäre

Kim Hermann

Die Abbildung zeigt eine Froschperspektive in die Kronen hoher Laubbäume. Durch eine Lücke im Blätterdach ist der Himmel zu erkennen.

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Bis zum Jahr 2045 will Deutschland Netto-Treibhausgasneutralität erreichen – also unterm Strich keine Treibhausgase mehr in die Atmosphäre ausstoßen. Und im Anschluss sollen die Treibhausgasemissionen sogar negativ werden. Doch wie kann das gelingen? Darüber haben wir mit Felix Havermann von der Ludwig-Maximilians-Universität in München gesprochen.

Portraitbild des Forschers

Felix Havermann

Jedes Jahr werden von uns Menschen global etwa 40 Milliarden Tonnen Kohlenstoffdioxid, also CO2, in die Atmosphäre ausgestoßen. Das treibt den menschengemachten Klimawandel immer weiter voran. Die oberste Maßnahme im Klimaschutz ist es daher, die CO2-Emissionen so weit wie es geht herunterzufahren.

Felix Havermann: „Man geht davon aus, dass es technisch möglich ist, beispielsweise in der Mobilität und im Energiesektor keine großen Emissionen mehr zu produzieren. Es gibt aber auch Sektoren, wo es einfach nicht möglich ist. Das sind vor allem die Landwirtschaft, aber auch viele Industriezweige wie beispielsweise der Bausektor.“

Laut aktuellen Prognosen sind bis zu 20 Prozent der globalen CO2-Emissionen unvermeidbar. Das sind immer noch 7 bis 9 Milliarden Tonnen Kohlenstoffdioxid jedes Jahr. Um zu verhindern, dass dieses CO2 zu einer weiteren Erwärmung der Erde beiträgt, gibt es bereits einige Ideen, die unter dem Begriff „Carbon Dioxide Removal“ oder kurz CDR zusammengefasst werden. Mehr dazu in der 380. Folge.


Folge 380 - CO2-Entnahme aus der Atmosphäre

Quelle: https://www.weltderphysik.de/mediathek/podcast/co2-entnahme/