Insekten mit Radar erkennen

Insekten überwachen, ohne sie zu gefährden: KI und Radar machen es möglich – mit einer Trefferquote von bis zu 96 Prozent.

Anne-Dorette Ziems

Zwei Hummeln; eine hängt an einer Blume, die andere fliegt gerade zur Blume.

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Forschende haben eine neue Methode entwickelt, mit der sich Insektenbestände überwachen lassen. Dazu trainierten sie ein KI-Modell, das Insekten anhand ihrer Radarreflexion erkennt.

Insekten, die Pflanzen bestäuben, sind für Ökosysteme und die Landwirtschaft unverzichtbar. Ihren Bestand und ihre Aktivitäten zu überwachen, ist jedoch aufwendig und oft mit dem Tod einiger Tiere verbunden. Um das zu ändern, fing das Forschungsteam verschiedene Insekten ein und setzte sie im Labor auf eine Antenne, die Radarwellen mit 30 Gigahertz aussendet. Das zurückgeworfene Signal – die Radarreflexion – ist je nach Insekt verschieden, da sie unterschiedlich mit den Flügeln schlagen. Mit den Daten des Flügelschlags wurde das KI-Modell trainiert. Mit einer Genauigkeit von 96 Prozent kann es etwa Bienen und Wespen unterscheiden.

Basierend auf dieser Methode könnten künftig Radardrohnen den Insektenbestand auf Wiesen und Feldern überwachen – schnell, flächendeckend und ohne die Tiere zu gefährden.

Quelle: https://www.weltderphysik.de/gebiet/leben/nachrichten/2026/kuenstliche-intelligenz-insekten-mit-radar-erkennen/