Weniger Staub in der Atmosphäre
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In den vergangenen beiden Jahrzehnten wirbelten bis zu zehn Prozent weniger Staubpartikel in der Atmosphäre als zuvor. Das ergaben Messungen zwischen den Jahren 2003 und 2023. Vor allem über Asien und der Sahara waren von rund vier Milliarden Tonnen einige zehn Millionen Tonnen weniger mineralische Partikel – oft winzige Sandkörner – in der Luft. Regional verbesserte sich dadurch die Luftqualität und mit einer saubereren Atmosphäre stieg die mittlere Sonneneinstrahlung um etwa 0,01 Prozent. Dafür verringert sich jedoch der Düngeeffekt, den mineralische Partikel haben, nachdem sie teils über lange Wege über das Meer auf Ackerböden gelangt sind.
Für ihre Staubinventur nutzten die Forschenden sowohl Satellitenbeobachtungen der Atmosphäre als auch Strahlungsmessungen an der Erdoberfläche. Mit diesen Daten modellierten sie, wie hoch Staubkonzentration ist und wie sie sich rund um den Erdball entwickelt hat. Noch ist dieser Trend zu einer sauberen Atmosphäre allerdings recht ungenau. Auch klärt die Studie nicht eindeutig, warum Winde weniger lockeres Material und Staub aufnehmen. Denn hierfür gibt es zahlreiche mögliche Gründe: So können sich etwa veränderte Wind- und Niederschlagsbedingungen, feuchtere Böden, verschobene Vegetationszonen und Ackerbau staubmindernd auswirken.
Quelle: https://www.weltderphysik.de/gebiet/erde/nachrichten/2026/erdatmosphaere-weniger-staub-in-der-atmosphaere/


