Die Physik hinter Gewittern

Weltweit finden pro Stunde bis zu 2000 Gewitter statt, die meisten davon in den Tropen. Deutschland zählt dagegen eher zu den blitzarmen Regionen der Erde.

Nachtaufnahme eines Gewitters über einer Stadt: Mehrere verzweigte, hell leuchtende Blitze durchziehen den violett-dunkelblauen Himmel und schlagen in einen Hügel und die Landschaft ein. Am Horizont sind zahlreiche kleine Lichter der Stadt zu erkennen.

mdesigner125/iStock

In Deutschland schlagen je nach Region und Jahr zwischen weniger als einem und bis zu sechs Blitzen pro Quadratkilometer ein. Besonders betroffen sind Regionen im Süden, etwa das bayerische Alpenvorland, während der Norden deutlich seltener von Gewittern getroffen wird. Hochsaison haben Blitzeinschläge vor allem im Juni und Juli, im Winter hingegen bilden sich nur selten Gewitterfronten aus.

Im Vergleich zu anderen Regionen der Erde zeigen sich Blitze hierzulande allerdings eher selten. Weltweiter Spitzenreiter ist der Maracaibo-See in Venezuela, wo mehr als zweihundert Blitze pro Quadratkilometer und Jahr gezählt wurden. Auch das Kongobecken in Zentralafrika sowie Mittelamerika und Nordindien zählen zu blitzreichen Gebieten.

Obwohl inzwischen viel über die Physik hinter Gewittern bekannt ist, gibt es noch einige ungelöste Rätsel. Ein Beispiel sind Kugelblitze, die Augenzeugen zufolge Wände durchdringen oder Strommasten hinaufklettern. Forscherinnen und Forscher sind bemüht, dieses und weitere bislang unverstandene Phänomene rund um Blitz und Donner zu erklären.


Quelle: https://www.weltderphysik.de/gebiet/erde/atmosphaere/wetter/gewitter/

Nachrichten zum Thema