Astronomie im alten Ägypten – Sonnenkult, Zeitmessung, Kalender

Vortrag | 20.02.2019 | 20:00 Uhr in Hamburg

Astronomie und Vermessungetechnik waren hoch entwickelt im alten Ägypten. Beim Bau von Pyramiden und Tempeln erfolgte eine genaue Orientierung nach den Himmelsrichtungen. Besonders eindrucksvoll ist Abu Simbel; der Tempel ist so orientiert, dass jeweils am 21. Oktober und 21. Februar beim sogenannten Sonnenwunder die Strahlen der aufgehenden Sonne die Statuen des Ptah, Amun-Re, Ramses II. und Re-Harachte weit hinten im Tempel für etwa 20 Minuten beleuchten. Kosmologisch von Interesse sind die drei Schöpfungsmythen von Hermopolis, Heliopolis und Memphis. Zur Zeitmessung bei Tag und Nacht dienten vielfältige Instrumente wie Wasser- , Sonnen- und Sternuhren. Das Ägyptische Jahr teilte man in drei Jahreszeiten mit je vier Monaten zu 30 Tagen ein, plus 5 Zusatztage. Den Neujahrstag markierte der Frühaufgang des Sothis (Sirius), der mit der Nil-Überschwemmung zusammenfiel. Auf Vorschlag des Astronomen Sosígenes von Alexandria wurde mit dem Dekret von Canopus (238 v. Chr.) das Alexandrinische Jahr eingeführt mit einem Schalttag alle vier Jahre. Diese Idee übernahm Caesar 45 v. Chr. und ist als Julianisches Jahr bekannt. Der Sonnenkult hatte große Bedeutung; es gab den Sonnengott Re in diversen Gestalten: Horus, Skarabäus, Himmelskuh Hathor, Osiris. Während der Amarna-Zeit, 1363-1346 v. Chr., gab es unter Amenophis IV. Echnaton eine monotheistische Religion mit dem Sonnengott Aton als einzige Gottheit.

Vortragende: Prof. Dr. Gudrun Wolfschmidt (Universität Hamburg)

Zielgruppe: Jedermann

Veranstaltungsort: Sternwarte Hamburg Bergedorf
Adresse: Gojenbergsweg 112, 21029 Hamburg
Website: http://www.hs.uni-hamburg.de/

Hinweis: Bei Klick auf die Karte gelangen Sie zur Website des Dienstes „Google Maps“. Informationen zu den Nutzungsbedingungen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Sie kennen eine Veranstaltung rund um die Physik, die noch nicht in unserem Kalender auftaucht? Wir freuen uns über neue Termine.

Quelle: https://www.weltderphysik.de/vorort/events/