Zeitdilatation
Kim Hermann
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Mal scheint die Zeit wie im Flug zu vergehen, mal fühlen sich Minuten wie Stunden an. Dennoch gehen wir allgemein davon aus, dass die Zeit in Wirklichkeit für uns alle gleich schnell vergeht – egal was wir machen und wo wir uns befinden. Fragt man jedoch einen Physiker wie Jan Steinhoff vom Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik, erfährt man, dass sich der Lauf der Zeit tatsächlich beeinflussen lässt. Für diese Folge unseres Podcasts haben wir mit ihm über den Effekt der sogenannten Zeitdilatation gesprochen.
Lange war die Vorstellung der Zeit in den Naturwissenschaften von Isaac Newton geprägt: Für ihn bildete die Zeit nicht mehr als den Rahmen, in dem sich alle physikalischen Vorgänge abspielen.
Jan Steinhoff: „Die Idee war, dass alle Uhren gleich schnell gehen, egal wo auf der Erde man sich befindet. Also wenn man beispielsweise ein Uhrwerk für eine Kirche in Europa oder in den USA baut, dann laufen die beiden Uhren exakt gleich. Und es ist auch egal, in welcher Höhe über dem Meeresspiegel sich die Uhren befinden oder ob man sie in den Weltraum schießt.“
Doch obwohl diese Vorstellung unserer Intuition entspricht, ist sie falsch. Erstmals erkannt hat das Albert Einstein zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Mehr dazu in der 379. Folge.
Folge 379 - Zeitdilatation
Quelle: https://www.weltderphysik.de/mediathek/podcast/zeitdilatation/


