Tauchender Robotervogel
Christina Fritz
Raphael Zufferey
Ein neuer vogelähnlicher Roboter kann sich mit seinen Flügeln sowohl im Wasser als auch in der Luft fortbewegen und vom Wasser aus losfliegen. Als Vorbild für den 250 Gramm schweren Roboter dienten Tauchvögel, die ihre Flügel als Antrieb in beiden Umgebungen nutzen.
Bisher war besonders der Übergang aus dem Wasser in die Luft eine Herausforderung für Roboter. Denn Wasser ist rund tausendmal dichter als Luft. Wie genau Tauchvögel diesen Übergang schaffen, ließ sich bislang kaum untersuchen, da sich ihr Verhalten in freier Wildbahn schwer kontrollieren lässt. An einem Roboter hingegen lassen sich Flügelgröße, Flexibilität und Schlagfrequenz gezielt einstellen.
Als beste Flug- und Schwimmleistung stellten sich flexible, 80 Zentimeter weite Flügel heraus. Beim Start aus dem Wasser waren zudem ein kurzer Schwanz und ein Winkel von 70 Grad zur Wasseroberfläche entscheidend. Der Roboter kam sogar ganz ohne Füße aus, obwohl die meisten Vögel beim Abflug von der Wasseroberfläche zusätzlich mit den Beinen paddeln. Solche Roboter könnten künftig helfen, Lebensräume im und am Wasser zu beobachten.
Quelle: https://www.weltderphysik.de/gebiet/technik/nachrichten/2026/robotik-tauchender-robotervogel/


