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Chemischer Ozonabbau

Energiereiche UV-Strahlung führt in der Stratosphäre zur Zersetzung von FCKWs, wodurch freie Chlorradikale (Cl) entstehen. Diese reaktiven Chloratome greifen die Ozonmoleküle (O3) an, denen sie eines ihrer Sauerstoffatome (O) entziehen, so dass das Ozon in molekularen Sauerstoff (O2) umgewandelt wird (Cl+O3-Reaktion). Die dabei entstandenen Chlormonoxide (ClO) reagieren mit freien Sauerstoffatomen (O), die sich beispielsweise bei der Spaltung von Ozon in molekularen und atomaren Sauerstoff durch UV-Strahlung bilden. So entstehen aus den Chlormonoxiden am Ende wieder Chlor-Radikale (ClO+O-Reaktion), welche wiederum für den katalytischen Abbaukreislauf zur Verfügung stehen. Auf diese Weise kann ein Chloratom bis zu 100 000 Ozonmoleküle zerstören. Neben Chor-Radikalen sind auch Brom- und Jod-Radikale Schlüsselkomponenten der anthropogenen Ozonzerstörung.