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Faraday-Effekt

Wenn ein Quasar und eine Galaxie direkt hintereinander in der Sichtlinie liegen, wie im Fall des Systems CLASS B1152+199, kann der Lichtweg des weiter entfernten Quasars durch den Gravitationslinseneffekt der Vordergrundgalaxie so gekrümmt werden, dass von der Erde aus zwei separate Bilder des Quasars zu sehen sind. Da die Strahlung des Quasars unterschiedliche Bereiche der als Gravitationslinse wirkenden Galaxie passiert, wird es möglich, Magnetfelder in der Galaxie zu untersuchen. Das Forscherteam hat dazu die Polarisation der gemessenen Radiowellen ausgewertet, die durch das Magnetfeld der Vordergrundgalaxie verändert wird. Die Astronomen haben diesen Effekt, den sogenannten Faraday-Effekt, in den beiden unterschiedlichen Bildern des Hintergrundquasars vermessen und konnten so zeigen, dass die als Gravitationslinse wirkende Galaxie über ein großskaliges zusammenhängendes Magnetfeld verfügt.