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Neutrinos

Sie kommen unzählig von der Sonne, aus dem All und aus Kernreaktoren: Neutrinos sind die häufigsten Teilchen im Standardmodell der Teilchenphysik. Allerdings wechselwirken sie mit dem Rest der Welt extrem selten. Entsprechend schwierig ist ihr experimenteller Nachweis.

Die drei Neutrinotypen: Elektron-Neutrino, Myon-Neutrino und Tau-Neutrino.
Die drei Neutrinotypen des Standardmodells

Vorhergesagt wurden die Teilchen in den 1930er Jahren von Wolfgang Pauli. Dieser musste die Existenz eines elektrisch neutralen Teilchens annehmen, um die Impuls- und Energieerhaltung bei der Beschreibung eines radioaktiven Zerfalls, des Beta-Zerfalls, zu retten. Der experimentelle Nachweis gelang aber erst 1956 in der Nähe eines US-amerikanischen Atomkraftwerkes. Dort – aber auch im Inneren der Sonne – werden die Teilchen in Hülle und Fülle produziert.

Lange Zeit wurden Neutrinos als masselos angesehen. Studien aus den letzten Jahrzehnten zeigen jedoch, dass sich die drei Neutrinotypen ineinander umwandeln können. Diese Neutrino-Oszillation ist nur bei massbehafteten Teilchen möglich.

 

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