Nanodrähte aus dem Drucker

Mit einer einfachen Drucktechnik lassen sich halbleitende Nanodrähte einfach, schnell und in großen Mengen auf einer Unterlage ausrichten. Dieser Erfolg einer amerikanischen Forschergruppe ebnet den Weg hin zu effizienten Schaltkreisen aus Nanoteilchen.

Berkeley (USA) - Die Wissenschaftler beschreiben ihre Methode detailliert im Fachblatt "Nano Letters".

"Bisher haben wir photolithografische Methoden genutzt, um Nanodrähte anzuordnen", sagt Ali Javey von der University of California in Berkeley. Aber in Zukunft könne eine Tintenstrahl-Drucktechnik genutzt werden. Die Forscher verteilten dazu vorher gezüchtete Nanodrähte in einer Mischung aus Oktan und Mineralöl. Diese Flüssigkeit vermeidet nach dem Deponieren der Nanodrähte, dass diese aneinanderkleben und verklumpen. Erfolgreich konnten sie die Methode bereits für Nanopartikel aus Silizium, Germanium und Verbindungshalbleitern testen. Deren Durchmesser lag jeweils zwischen 10 und 100 Nanometern, das ist tausendfach dünner als ein menschliches Haar.

Ohne große Probleme ließen sich mit einem Kontaktdruckverfahren auch mehrere Lagen aus den geordneten Nanodrähten übereinander positionieren -- und das nicht nur auf starren Unterlagen, sondern auch auf flexiblen Plastikfolien. Damit ist der Grundstein für komplexe, elektronische und sogar biegsame Schaltkreise gelegt. Doch auch effiziente Leuchtdioden aus Nanopartikeln sollen mit diesem Verfahren herstellbar sein. Nun gilt es, diese Methode zu verfeinern und erweitert um eine Tintenstrahltechnik zur Marktreife zu treiben. Dann stünde zumindest ein günstiges Prinzip zur Anordnung von Nanoteilchen im großen Maßstab zur Verfügung.