Max-Planck-Institut für Biophysik

Kategorie: Max-Planck-Institute

Schätzungen zufolge befinden sich zwischen 30 und 40 Prozent aller zellulären Proteine in der nichtwässrigen Umgebung der Lipidmembranen. Hier nehmen diese sogenannten Membranproteine entscheidende metabolische Aufgaben wahr und regeln die Übertragung von Informationen und Stoffen in und aus der Zelle hinaus. Dadurch dass diese Proteine Prozesse wie Nahrungsaufnahme, Arzneimittelweiterleitung, Atmung, sensorisch-physiologische, endokrine sowie Immunitäts- und Nerven-Funktionen steuern, sind sie die zentralen Ausrichter bzw. Regulatoren bei zahlreichen Krankheitszuständen und bei durch äußere Faktoren krankmachenden Wechselwirkungen. Um nun solche Prozesse zu verstehen und gegebenfalls effektiv zu steuern, ist es unerläßlich, diese Aktivitäten der respektiven Membranprotein-Komponenten auf molekularer Ebene zu kennen.

Da die Membranen jedoch starken hydrophoben Charakter aufweisen, ist es extrem schwierig, Membranproteine zu isolieren und zu charakterisieren, mit der Folge, dass man bisher über Membranproteine viel weniger weiß als über die wasserlöslichen Proteine. Genau diese Lücken über detaillierte Struktur- und Funktionsinformationen zu füllen ist die dringlichste Herausforderung der modernen Biologie. Die vier Abteilungen des Max-Planck-Instituts für Biophysik wenden für diese Herausforderungen an die Biologie der Membranproteine eine Vielzahl von Komplementär-Techniken an. Die zu erforschenden Zusammenhänge der individuellen Projekte reichen vom organismischen bis zum atomaren Bereich, immer mit dem Ziel vor Augen, auf allen Prozess-Stufen zusammenhängende Teile zu einem ganzen Bild zusammenzufügen.

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Quelle: https://www.weltderphysik.de/vorort/physikatlas/?no_cache=1