Hybrid-Veranstaltung: Die Weltuntergangsmaschine

Vortrag | 18.01.2023 | 20:00 Uhr in Hamburg

Bereits 1942 – also drei Jahre bevor die erste Atombombe in der Wüste New Mexicos explodierte – dachten Physiker theoretisch über eine weitaus schrecklichere Waffe nach. Sie sollte die Energie der Sterne auf die Erde holen, um eine etwa tausend Mal größere Zerstörungskraft als die Hiroshima-Bombe zu entfesseln. 1951 wurde die Kernfusion in „boosted cores“ erstmals eingesetzt, um die nukleare Vernichtungskraft deutlich zu steigern. Die erste thermonukleare Bombe „Mike“, die 1952 eine Insel im Pazifik verdampfte, war eher eine gigantische Experimentieranordnung als eine militärisch einsetzbare Waffe. 1954 geriet der bis dahin größte Nukleartest „Castle Bravo“ aufgrund eines übersehenen kernphysikalischen Prozesses außer Kontrolle – die albtraumhafte Inspiration des ersten japanischen „Godzilla“-Films. Wie die Fusion in den Sternen prinzipiell abläuft, wie eine Wasserstoffbombe funktioniert und welche innovativen physikalischen Ideen zu ihrer Entwicklung notwendig waren, wird ebenfalls allgemeinverständlich erklärt.

Vortragender: Carsten Busch (Universität Hamburg)

Zielgruppe: Jedermann

Veranstaltungsort: Sternwarte Hamburg Bergedorf
Adresse: Gojenbergsweg 112, 21029 Hamburg
Website: http://www.hs.uni-hamburg.de/

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Quelle: https://www.weltderphysik.de/vor-ort/veranstaltungen/