Die Tunnel-Kontaktstellen werden in einem mehrstufigen Prozess durch das Verdampfen und Oxidieren von Aluminium hergestellt.

Quanten im Takt: Feedback-Kontrolle von Quanten-Oszillationen

Berkeley (USA) - Nicht nur beim Tempomat und beim Herzschrittmacher spielt die kontinuierliche, feedbackgestützte Zustandskontrolle eine wichtige Rolle. Auch für die Quanteninformationsverarbeitung ist es wünschenswert, Fehler korrigieren und Zustände stabilisieren zu können. Denn durch Quantenfluktuationen werden laufend Störungen verursacht. Nun haben amerikanische Forscher im Fachblatt „Nature“ ein Verfahren vorgestellt, um ein supraleitendes Quantenbit mit Hilfe von Mikrowellenstrahlung in einem wohldefinierten Oszillationszustand zu halten.

Aufgetragen ist in einem Graphen Spannung gegen Zeit. Eine Oszillation klingt nach wenigen Mikrosekunden ab.
Rabi-Oszillationen

Bei diesen sogenannten Rabi-Oszillationen wechselt ein Quant zwischen zwei Zuständen hin und her, so wie ein Elektron in kohärentem Licht der passenden Wellenlänge zwischen dem Grundzustand und dem ersten angeregten Zustand pendelt. Üblicherweise gerät ein oszillierendes Quantensystem innerhalb sehr kurzer Zeit aufgrund von Quantenfluktuationen und Dämpfungseffekten außer Takt. Die Forscher konnten die Feedback-Kontrolle ihres supraleitendes Quantenbits erreichen, indem sie seinen Zustand durch schwache Mikrowellenmessungen ermittelten und dann das Anregungsfeld über einen einfachen Algorithmus nachjustierten.

Die Auftragung Spannung gegen Zeit zeigt in einem Koordinatensystem die anhaltende Rabi-Oszillation.
Oszillation mit Feedback-Kontrolle

„Wir haben ein kontinuierliches, analoges Feedback-Schema entworfen, um Rabi-Oszillationen in einem supraleitenden Quantenbit zu stabilisieren, so dass diese unbegrenzt weiterlaufen“, berichtet Rajamani Vijayaraghavan von der Universität Berkeley. Ein besonderes Problem bei Quantenmessungen liegt darin, dass die Kontrollmessungen den Zustand des Quantenbits stören können. Dies verstärkt den ohnehin vorhandenen Untergrund an Rauschen, den man vermeiden will. Die Forscher bedienten sich zur Zustandsbestimmung deshalb sogenannter schwacher Messungen, bei denen sich im Schnitt weniger als ein Photon an Mikrowellenstrahlung im Resonator befindet. Dieses schwache Messfeld konnten sie über einen Verstärker auslesen und dadurch den Zustand des Quantenbits mit hoher Genauigkeit bestimmen. Über die Feedback-Schleife konnten die Forscher dann das Anregungsfeld so modulieren, dass das Quantenbit wieder in Takt gebracht wird.