Teil des Kraftwerks mit zahlreichen Rohren und Ventilen in einem Container

Bilanz der geothermischen Kraftwerke

In Deutschland hat die Zahl der geothermischen Kraftwerke weiter zugenommen, einige Anlagen sind noch in Planung. 2016 hatten die bestehenden Kraftwerke eine Gesamtleistung von 36,9 Megawatt.

Tiefe Geothermie (Bohrtiefe über 400 Meter)

Nach Angaben des Bundesverbands Geothermie waren im Februar 2017 in Deutschland insgesamt 33 Anlagen der sogenannten Tiefen Geothermie, mit einer Bohrtiefe von über 400 Metern, in Betrieb. Davon waren 30 Heizwerke zur Wärmeproduktion (inklusive Heizkraftwerke), 9 Kraftwerke zur Stromproduktion (inklusive Heizkraftwerke) und 6 Heizkraftwerke zur Lieferung von Strom und Wärme. Die gesamte installierte Wärmeleistung betrug 303,36 Megawatt, die installierte elektrische Leistung belief sich 36,9 Megawatt.

Zwei weitere Geothermie-Anlagen befanden sich im Bau und weitere 30 in der Planung.

Oberflächennahe Geothermie (Bohrtiefe unter 400 Meter 

Im Jahr 2016 gab es rund 350 000 Anlagen für oberflächennahe Geothermie, wie zum Beispiel Erdwärmesonden oder -kollektoren in Verbindung mit Wärmepumpen, mit einer installierten Leistung von circa 4100 Megawatt. Im selben Jahr wurden 20 700 Neuanlagen installiert.

Gesamtbilanz

Insgesamt wurden im Jahr 2016 nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energien, kurz AGEE, 0,159 Terawattstunden an Strom und 12,273 Terawattstunden an Wärme aus geothermischen Energiequellen erzeugt. Dazu war nach Angaben des Bundesverbandes Geothermie deutschlandweit eine Gesamtwärmeleistung von etwa 4400 Megawatt (tiefe und oberflächennahe Geothermie) installiert. Die gesamte installierte geothermische Leistung Strom (nur Tiefe Geothermie) belief sich auf 36,9 Megawatt.