Riesiger Eisberg in der Antarktis entstanden

Am Pine-Island-Gletscher, dem längsten und am schnellsten fließenden Gletscher der Antarktis, hat sich gestern eine riesige Fläche Schelfeis gelöst und treibt seit dem 8. Juli 2013 in Form eines sehr großen Eisberges in der Amundsen-See. Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Institutes haben dieses Naturschauspiel über den Erdbeobachtungssatelliten TerraSAR-X vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) verfolgt und in vielen Einzelaufnahmen dokumentiert.

Die Glaziologin Angelika Humbert und ihr Team haben die hoch auflösenden Radaraufnahmen des DLR-Erdbeobachtungssatelliten TerraSAR-X genutzt, um das Fortschreiten der beiden Risse zu beobachten und die physikalischen Prozesse hinter den Gletscherbewegungen besser zu verstehen. So vermaßen die Forscher unter anderem die Spaltbreiten und berechneten die Fließgeschwindigkeit des Eises.

Mit dem Schieberegler in der Bildmitte können Sie zwei Bilder von vor- und nach dem Abbrechen miteinander vergleichen:

Pine-Island-Gletscher

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Schon seit 2011 beobachteten Wissenschaftler den Pine-Island-Gletscher genau. Damals wurde der Riss, der am 8. Juli 2013 den Eisberg komplett vom Gletscher trennte, erstmals beobachtet. Hier sind zwei Bilder in der Überlagerung zu sehen: links eines vom 13. April 2012, rechts vom 8. Juli 2013.

Bilder © TerraSAR-X/DLR