Science Slam
Beim Science Slam stellen Wissenschaftler ihre Forschungsergebnisse nicht im Kollegenkreis vor sondern für ein bunt gemischtes Publikum. Der Beitrag soll nicht länger als zehn Minuten dauern und möglichst verständlich, kreativ und unterhaltsam sein.
Zugelassen sind alle Fachrichtungen und Forschungsgebiete, die ein spannendes Thema liefern. Einige Zuschauer bilden die Jury und küren am Ende des Abends den Siegerbeitrag. Science Salms werden mittlerweile in mehreren deutschen Städten ausgerichtet, darunter Berlin, Köln und Hamburg.
Zum Wissenschaftsjahr Zukunft der Energie 2010 fand außerdem erstmals ein „Energy Slam“ statt. Hier konnten junge Forscher ihre Ideen zur Energieversorgung von morgen vorstellen. Die Gewinner der Regional-Ausscheide in Bonn, Braunschweig, Chemnitz und München trafen sich in Berlin zum Finale. Dort siegte Martin Buchholz von der Technischen Universität Braunschweig mit seinem Vortrag über Energieverschwendung und Erhaltung, Platz zwei errang Michael Deveaux von der Goethe Universität Frankfurt am Main mit exotischen Energieformen, der dritte Platz ging an Patrick Seelheim von der Westfälischen Wilmhelms-Universität Münster mit Schwingungen und der Arbeit der Blut-Hirn-Schranke.
Im Wissenschaftsjahr 2012 Zukunftsprojekt Erde können nun auch Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren bei einem solchen Wettbewerb mitmachen. Für den Junior Science Slam müssen sie ein Bewerbungsvideo von maximal zwei Minuten einreichen, in dem sie ihr Thema vorstellen. Der Beitrag soll einen Bezug zu den Forschungsthemen des Wissenschaftsjahres 2012 haben, Einsendeschluss ist der 31. Juli 2012. Eine Jury wählt die besten Bewerber aus, die im September an einem zweitägigen Stagetraining teilnehmen und sich anschließend bei den Regionalslams beweisen können. Die Sieger kommen zum Finale nach Berlin. Wer dort erfolgreich ist, kann die Fahrt auf einem Forschungsschiff oder die Teilnahme an einem Science Weekend in München oder Berlin gewinnen.
Ein Format speziell für Physik ist der EinsteinSlam, der auf der Jahrestagung der DPG im 14. März 2011 in Dresden Premiere hatte. Hier können Wissenschaftler und Studierende mit Vorträgen überzeugen, die einen Bezug zur Physik haben. Dem Sieger wird der "Goldene Albert" verliehen. Ein weiterer EinsteinSlam fand am 28. September 2011 anlässlich der Highlights der Physik in Rostock statt. Weitere Slams veranstaltete die Junge DPG bei den DPG-Frühjahrstagungen in Göttingen, Stuttgart und Berlin im März 2012.
