Wolfgang Sandner ist neuer Präsident der DPG

Der Professor der TU Berlin hat seit dem 13. April die Leitung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft inne. Er übernimmt diese ehrenamtliche Position von Gerd Litfin, der satzungsgemäß in das Amt des DPG-Vizepräsidenten wechselt.

Wolfgang Sandner
Wolfgang Sandner

Berlin/Bad Honnef - Neben seiner Tätigkeit an der TU ist der Laser-Forscher Sandner auch Direktor am Max-Born-Institut für Nichtlineare Optik und Kurzzeitspektroskopie (MBI) und stellvertretender Vorstandssprecher des Forschungsverbundes Berlin e. V. Im Fokus seiner Forschungstätigkeit steht das Zusammenspiel von Materie mit energiereichem Laserlicht. Seine Amtszeit dauert zwei Jahre.

Sandner ist seit 1994 Professor an der TU Berlin. Im Rahmen der Gemeinsamen Berufung mit dem Leibniz-Institut MBI engagiert er sich neben der Lehre insbesondere für die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen der Universität und außeruniversitärer Forschung. Das Max-Born-Institut ist in vielfältige Kooperationen mit der TU Berlin eingebunden.

Wolfgang Sandner (Jahrgang 1949) studierte Physik an der Universität Freiburg im Breisgau. Nach der Dissertation in der Atomphysik beschäftigte er sich seit 1979 mit Lasern, zunächst am kalifornischen Stanford Research Institute (SRI International). Nach Professuren in Würzburg, Freiburg sowie an der University of Tennessee (USA) wurde er 1993 als Direktor an das Max-Born-Institut in Berlin-Adlershof berufen, seit 1994 ist er zudem Professor an der Technischen Universität Berlin. Wolfgang Sandner ist Mitglied zahlreicher wissenschaftlicher Gremien auf nationaler und europäischer Ebene. Er ist Koordinator von "Laserlab Europe", einem von der Europäischen Union geförderten Netzwerk, das 26 der wichtigsten Laser-Forschungseinrichtungen in 16 europäischen Ländern umfasst. Von 2004 bis zu seinem Amtsantritt als DPG-Präsident gehörte er außerdem zum Kuratorium von Welt der Physik und war Pate für die Bereiche "Welt des Lichts", "Welt der Quanten" sowie "Welt der Atome und Moleküle".