DPG-Preise für Juniorforscher aus Schleswig-Holstein, Brandenburg und Berlin

Flüssige Magnete, stickige Klassenzimmer und chaotische Blasen: Deutsche Physikalische Gesellschaft prämiert "Jugend forscht"-Projekte

Hamburg - Beim Bundesfinale von "Jugend forscht", das am Wochenende in Hamburg stattfand, hat die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) drei Arbeiten ausgezeichnet. Die Preisträger stammen aus Schleswig-Holstein, Brandenburg und Berlin.

Ein Physik-Sonderpreis im Wert von 750 Euro ging an Fabian Nickel (18) und Timo Stein (16) aus Berlin. Die beiden Nachwuchsforscher vom Schadow-Gymnasium und der Marie-Curie-Oberschule experimentierten mit "Ferrofluiden" und stellten diese magnetischen Flüssigkeiten auch selbst her. Sie bestehen aus winzigen Nanoteilchen, die in einer Flüssigkeit gelöst sind.

Der Energieverschwendung im Klassenzimmer ging Marc Homeyer von der Katholischen Oberschule Bernhardinum (Fürstenwalde in Brandenburg) auf den Grund. Der 16-Jährige berechnete, wie sich durch geschicktes Lüften eines stickigen Klassenzimmers rund 15 Prozent der Heizkosten einsparen lassen. Für diese Untersuchungen erhielt der Gymnasiast einen Physik-Sonderpreis im Wert von 500 Euro.

Als Chaosforscher betätigte sich Matthias Brück aus Schenefeld (Kreis Pinneberg) in Schleswig-Holstein. Dazu konstruierte der 20-Jährige einen Behälter aus Aluminium und Plexiglas, ausgerüstet mit Heiz- und Kühlelementen. Dieses Gefäß befüllte er zunächst mit Sonnenblumenöl und Wasser, im Anschluss heizte er die Mixtur von unten und kühlte sie von oben. Die dabei entstehenden Blasenmuster ähneln denen einer Lavalampe. Matthias Brück untersuchte, unter welchen Bedingungen diese Muster chaotisch, also unberechenbar wurden. Die Arbeit entstand im Rahmen der Initiative "Faszination Physik" des Hamburger Forschungszentrums DESY. Beim Bundesfinale von "Jugend forscht" wurde sie gleich mehrfach ausgezeichnet: einerseits mit Platz 4 im Fachgebiet "Physik", andererseits mit einem Physik-Sonderpreis der DPG im Wert von 250 Euro.