Nobelpreis für Physik

Alljährlich am 10. Dezember verleiht die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm den Nobelpreis – unter anderem in der Kategorie Physik. Hier stellen wir die Preisträger der vergangenen Jahre vor.

Ein älterer Mann mit Vollbart sitzt auf einem aufwändig gestalteten Sessel.
Alfred Nobel

Den ersten Nobelpreis für Physik erhielt Wilhelm Conrad Röntgen im Jahr 1901 für die Entdeckung der nach ihm benannten Röntgenstrahlung. Bis zum Jahr 2016 wurden 110 Nobelpreise für Physik verliehen, wobei 47 Preise an nur einen Wissenschaftler gingen, 32 Preise von zwei sowie 31 von drei Preisträgern geteilt wurden. Der Nobelpreis für Physik 2016 ging zur Hälfte an David J. Thouless von der University of Washington und zur anderen Hälfte an F. Duncan M. Haldane von der Princeton University und J. Michael Kosterlitz von der Brown University „für die theoretische Entdeckung von topologischen Phasenübergängen und topologischen Phasen von Materie”.

Insgesamt erhielten 203 Forscher den Preis für bedeutende Entdeckungen und Erfindungen – der US-amerikanische Physiker John Bardeen sogar zweimal. Der jüngste Preisträger war William Lawrence Bragg mit gerade einmal 25 Jahren, der älteste Raymond Davis junior mit 88 Jahren. Unter den bisherigen Preisträgern befinden sich nur zwei Frauen: Marie Curie (1903) und Maria Goeppert-Mayer (1963). Am häufigsten gab es den Physiknobelpreis für Arbeiten aus dem Bereich der Teilchenphysik, insgesamt kommen 34 Preisträger aus diesem Fachgebiet.

Jedes Jahr beauftragt die Königlich Schwedische Akademie rund dreihundert Wissenschaftler auf der gesamten Welt damit, neue Kandidaten vorzuschlagen. Nach einer Vorauswahl lassen Akademie und Nobelpreiskomitee die Arbeiten der Nominierten von Experten des jeweiligen Fachbereichs bewerten. Wer den Preis erhält, wird jedes Jahr im Oktober bekannt gegeben.