Simulation eines Higgs-Zerfalls; Quelle: CERN/CMS

Das Higgs-Teilchen

Das Standardmodell der Teilchenphysik beschreibt erfolgreich die bekannten Elementarteilchen und deren Wechselwirkungen. Woher die Elementarteilchen ihre Masse erhalten, ließ sich im Rahmen dieses Modells aber lange Zeit nicht beantworten. Mit dem Fund eines bisher unbekannten Teilchens könnte sich die Lücke nun schließen.

1964 erschienen in der Fachzeitschrift „Physical Review Letters“ drei unabhängige Veröffentlichungen zu einem Mechanismus, der die Masse von Elementarteilchen erklären kann. Alle drei Aufsätze nahmen verschiedene Perspektiven ein und lieferten jeder einen Beitrag zur Gesamtidee. Die Autoren waren François Englert und Robert Brout, Peter Higgs sowie Gerald Guralnik, Carl Hagen und Tom Kibble.

Die Theorie sagt dabei die Existenz eines neuen Elementarteilchens voraus. Auf einer Konferenz im Jahr 1966 führte der Physiker Ben Lee den Namen „Higgs“ für dieses Teilchen ein – ein griffiger Name, der sich durchsetzte. Das im Juli 2012 am Forschungszentrum CERN entdeckte Elementarteilchen zeigt viele Eigenschaften des postulierten Higgs-Bosons. Und dennoch bedarf es weiterer Analysen, um sicher zu sein, dass es sich tatsächlich um das lang gesuchte Higgs-Teilchen handelt. Hier finden Sie eine Zusammenstellung von Artikeln und Nachrichten zum Thema.