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Der Weg zur gebundenen Rotation

Früher drehte sich der Mond viel schneller um die eigene Achse als heute. Doch das änderte sich mit der Zeit. Die Gezeitenkräfte, die von der Erde auf den Mond ausgeübt wurden, riefen zwei Ausbeulungen hervor (links). Wegen der schnellen Rotation waren die Ausbeulungen aber nie entlang der Verbindungslinie Erde-Mond ausgerichtet. Dadurch wirkte sich die Gravitationskraft der Erde als Drehmoment auf den Mond aus, welches die Rotation allmählich abbremste. Das besagte Drehmoment kam durch die Differenz der an den beiden Ausbeulungen angreifenden Gravitationskraft zustande, hier dargestellt als zwei Pfeile. Die nähere Beule wurde natürlich stärker von der Erde angezogen als die entfernte. Inzwischen befindet sich der Mond in gebundener Rotation (rechts) – ähnlich wie viele andere Monde im Sonnensystem auch.