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Entwicklung eines Doppelsternsystems zur Supernova Ia

Sterne entwickeln sich am Ende ihres Lebens zu Roten Riesen. Ein Roter Riese verliert Materie seiner nur lose gebundenen Hülle an die Umgebung. In Doppelsternsystemen wird die verlorene Materie zum Teil auf den Begleitstern übertragen. Der Begleitstern entwickelt sich wegen seiner Massenzunahme nun schneller. In einem Wechselgeschäft zwischen zwei Sternen mit Anfangsmassen von einer und drei Sonnenmassen entsteht so ein Restobjekt, das keine Kernfusion mehr hat. Dieser weiße Zwerg kühlt ganz langsam aus. Wird aber wegen der Ausdehnung des Begleitsterns wieder Masse übertragen, so kann der tote Stern bei Überschreitung der Massengrenze von 1,4 Sonnenmassen diese aufgenommene Materie nicht tragen, sein Inneres schrumpft immer weiter und wird dabei so heiß, dass es explosionsartig zur Kernfusion kommt. Diese Explosion ist derart stark, dass der Stern komplett auseinander fliegt und so zu einer Supernova vom Typ Ia wird.