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Sternentstehung, im optischen und THz-Bereich aufgenommen

Sternentstehung in der galaktischen HII-Region RCW 120, aufgenommen im optischen Bereich (links, ESO Schmidt Telescope) und im Terahertz-Bereich (rechts, LABOCA-Kamera am APEX-Teleskop in den chilenischen Anden). Die weltgrößte Bolometer-Kamera für astronomische Submillimeter-Beobachtungen LABOCA wurde am Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn gebaut und ist speziell für die Untersuchung astronomischer Objekte mit extrem niedrigen Temperaturen ausgelegt. Solche Beobachtungen sind nicht einfach, da die Strahlung aus dem Weltall im Millimeter- und Submillimeterbereich sehr stark durch den Wasserdampf in der Erdatmosphäre absorbiert wird. Deshalb werden solche Teleskope an hochgelegenen trockenen Standorten errichtet, in diesem Fall in 5100 Metern Höhe in der extrem trockenen Atacama-Wüste in Chile. Das LABOCA-Bild im Submillimeter-Bereich zeigt eine interstellare Wolke aus leuchtendem Gas, in der Sterne entstehen (Belichtungszeit der Aufnahme etwas mehr als drei Stunden). Expandierendes Gas führt zum Kollaps des umgebenden Gases in dichte Klumpen, die Keimzellen für die Entstehung neuer Sterne darstellen. Weil das Gas in diesen Klumpen nach wie vor sehr kalt ist (Temperaturen von etwa minus 250 Grad Celsius), kann es nur im Terahertz-Bereich beobachtet werden.