Sonne und Windräder (flickr, Songkran)

Erneuerbare Energien

Die Natur liefert unendlich viel Primärenergie in Form von Sonnenlicht, Winden, Wellenbewegung, Wasserkraft, Erdwärme und in nachwachsender Biomasse – eine Herausforderung an Physik und Technik, diese Energie möglichst effizient und kostengünstig umzuwandeln, um sie in Form von Strom, Wärme oder Kraftstoff verfügbar zu machen.

Hauptquellen waren 2016 in Deutschland Windenergie mit 77,4 Terawattstunden, Wasserkraft mit 21 Terawattstunden, Sonnenlicht (Photovoltaik, Solarthermie) mit 46 Terawattstunden, biogene Brenn- und Kraftstoffe mit 215,6 Terawattstunden und, wenn auch bisher insgesamt noch im geringen Umfang, die Geothermie mit 12,5 Terawattstunden.

Seit 1990 sind die Beiträge der erneuerbaren Energien zur Primärenergiebereitstellung enorm gestiegen – von einem Prozent im Jahr 1990 auf rund 12,6 Prozent (1690 Petajoule) im Jahr 2016. Erneuerbare Energien sind damit innerhalb von 25 Jahren zu einem wichtigen Faktor für die Versorgungssicherheit der Bundesrepublik geworden und tragen außerdem erheblich zur Vermeidung von Kohlendioxid-Emissionen bei. So wurden durch sie im Jahr 2015 nach Angaben des BMWi (Januar 2017) 158,532 Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid-Äquivalente vermieden.

Die größten Beiträge lieferten die erneuerbaren Energien zur Strom- und Wärmeerzeugung sowie zum Kraftstoffversorgung. So belief sich nach Angaben des BMWi im Jahr 2016 der Anteil am Bruttostromverbrauch mit 188,2 Milliarden Kilowattstunden (GWh) auf 31,7 Prozent. Im Bereich der Endenergie betrug der Anteil am Wärmeverbrauch 13,4 Prozent (168 120 GWh) und am Kraftstoffverbrauch im Verkehr etwa fünf Prozent (33 458 GWh).

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