Spannungsebenen

Struktur des deutschen Stromnetzes

Unser Stromnetz weist vier Spannungsebenen auf, die mit Wechselstrom betrieben werden und durch Transformatoren miteinander verbunden sind.

Die Höchstspannungsebene arbeitet mit 220.000 Volt und 380.000 Volt und hatte nach Angaben des Bundesverbands der Energie und Wasserwirtschaft im Jahr 2008 in Deutschland eine Länge von 35.700 Kilometern. Sie bildet den Anschluss an die europäischen Netze, dient aber in erster Linie zur überregionalen Verteilung des Stroms und zur Versorgung sehr großer Industriebetriebe. Die Hochspannungsebene operiert mit Spannungen von 60.000 bis 220.000 Volt und hat eine Länge von etwa 76.300 Kilometern. Sie beliefert lokale Stromversorger, größere Gewerbebetriebe, Industrieanlagen und die Eisenbahnen.

Die nächste Ebene, die Mittelspannungsebene, arbeitet bei 1000 bis 60.000 Volt, hat eine Länge von 507.200 Kilometern und beliefert unter anderem regionale Verteilernetze sowie kleinere und mittlere Betriebe in der Industrie und im Gewerbe. Die Niederspannungsebene liefert schließlich den Strom mit der bekannten Spannung von 230 Volt oder 400 Volt an die Endverbraucher wie zum Beispiel die Haushalte, kleinere Gewerbeunternehmen und landwirtschaftliche Betriebe. Die Länge dieses Netzes betrug ebenfalls im Jahr 2008 1.160.000 Kilometern.

Das gesamte Stromnetz hatte also eine Länge von 1,78 Millionen Kilometern und benötigt zur Versorgung der unterschiedlichen Spannungsebenen 550.000 Transformatoren.