Struktur des deutschen Stromnetzes
Unser Stromnetz weist vier Spannungsebenen auf, die mit Wechselstrom betrieben werden und durch Transformatoren miteinander verbunden sind.
Die Höchstspannungsebene arbeitet mit 220.000 Volt und 380.000 Volt und hatte nach Angaben der Bundesnetzagentur im Jahr 2011 in Deutschland eine Länge von 34.749 Kilometern. Sie bildet den Anschluss an die europäischen Netze, dient aber in erster Linie zur überregionalen Verteilung des Stroms und zur Versorgung sehr großer Industriebetriebe. Die Hochspannungsebene operiert mit Spannungen von 60.000 bis 110.000 Volt und hat eine Länge von etwa 95.154 Kilometern. Sie beliefert lokale Stromversorger, größere Gewerbebetriebe, Industrieanlagen und die Eisenbahnen.
Die nächste Ebene, die Mittelspannungsebene, arbeitet bei 3000 bis 60.000 Volt, hat eine Länge von 497.044 Kilometern und beliefert unter anderem regionale Verteilernetze sowie kleinere und mittlere Betriebe in der Industrie und im Gewerbe. Die Niederspannungsebene liefert schließlich den Strom mit der bekannten Spannung von 230 Volt oder 400 Volt an die Endverbraucher wie zum Beispiel die Haushalte, kleinere Gewerbeunternehmen und landwirtschaftliche Betriebe. Die Länge dieses Netzes betrug ebenfalls im Jahr 2011 1.123.898 Kilometern.
Das gesamte Stromnetz hatte also eine Länge von 1,75 Millionen Kilometern und benötigt zur Versorgung der unterschiedlichen Spannungsebenen 550.000 Transformatoren.
