Windrad im Rostocker Hafen (BMU)

Energie aus Windkraft

Windenergie und Biomasse waren im Jahr 2014 mit rund neun und acht Prozent die beiden Hauptquellen für den Beitrag der erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung in Deutschland, gefolgt von Photovoltaik und Wasserkraft. In den letzten Jahrzehnten gelangen den Ingenieuren große Fortschritte beim Bau der Windkraftanlagen.

An Land liefern erste Windräder bereits mit einer installierten Leistung von sechs Megawatt. Die im Jahr 2014 durchschnittlich installierte Leistung pro Windenergieanlage lag nach Angaben des Deutschen Windenergieinstituts bei etwa 2,9 Megawatt. Der durchschnittliche Rotordurchmesser betrug 99 Meter bei einer ebenfalls durchschnittlichen Nabenhöhe von 116 Metern mit Extremwerten von 118 Metern bei Anlagen in Rheinland-Pfalz und Berlin und nur 88 Metern bei Anlagen in Schleswig-Holstein.

Für die Windnutzung an Land beträgt nach Abschätzung des Umweltbundesamtes vom Juni 2013 das theoretische Potenzial für die installierbare Leistung über ein Terawatt mit einem Ertrag von 2900 Terawattstunden pro Jahr. Dazu würde eine Fläche von 49.400 Quadratkilometer benötigt, das entspricht fast 14 Prozent der Landfläche in Deutschland. Bei Berücksichtigung realistischer heutiger technischer Möglichkeiten sowie ökologischer und wirtschaftlicher Randbedingungen reduziert sich jedoch das Potenzial auf eine installierbare Leistung von 930 Gigawatt und einen potenziellen Ertrag von 2400 Terawattstunden pro Jahr. Zum Vergleich: 2014 betrug die installierte Leistung an Land insgesamt fast 38,1 Gigawatt.

Ein weiteres großes Potenzial für die Stromversorgung liegt in Offshore-Windparks in Nord- und Ostsee. Die ersten Schritte sind hier mit einer insgesamt installierten Leistung von 2352 Megawatt im Jahr 2014 erfolgreich gemacht worden. Nach Angaben des Bundesumweltministeriums wird das Gesamtpotenzial der Offshore-Windnutzung auf eine Leistung von 35 Gigawatt geschätzt.