Kernreaktoren
Für die zivile Nutzung der Kernkraft muss man die enormen Energien, die bei der Kernspaltung freigesetzt werden, kontrollieren. Welt der Physik erklärt die physikalischen Grundlagen und technischen Anforderungen an einen Kernreaktor.
In Deutschland waren im Jahr 2010 nach Angaben der Vereinigung der Großkesselbesitzer e.V (VGB) 15 Kernkraftwerke mit einer Bruttoleistung von 19,3 Gigawatt (brutto) im Betrieb. Der Anteil der Kernenergie an der Brutto-Stromerzeugung betrug mit 140,5 Milliarden Kilowattstunden knapp 23 Prozent. Der Anteil an der Grundlastversorgung mit Strom lag im Jahr 2009 bei 45 Prozent hinter der Braunkohle mit 49 Prozent.
Nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) der UNO in Wien wurden im Jahr 2010 443 Kernkraftwerke in 30 Ländern der Erde mit einer installierten elektrischen Nettoleistung von insgesamt 375 Gigawatt betrieben. Dies entspricht einer leichten Steigerung gegenüber 2009 mit 437 Kernkraftwerken, darunter 104 Anlagen in den USA, 59 in Frankreich, 56 in Japan, 31 in Russland und 19 in Großbritannien. Die 437 Kraftwerke trugen mit 2558 Mrd. kWh etwa 13 Prozent zur globalen Stromerzeugung bei.
Weltweit waren 2010 62 neue Kernkraftwerke mit einer elektrischen Bruttoleistung von 64 Gigawatt in 15 Ländern im Bau. Außerdem befanden sich rund weitere 80 Kernkraftwerksneubauten in der konkreten Projektierungs-, Planungs- oder Genehmigungsphase, zum Teil schon mit gestelltem Genehmigungsantrag oder erfolgter Auftragsvergabe.
