Geysir (flickr, fungann)

Sonne, Wind und Kerne: Woher kommt die Energie?

Ob die Energie der Sonne oder der Atomkerne – jede Form von verwertbarer Energie geht heute auf diese beiden Quellen zurück.

Neben der Sonnenenergie ist die Kernenergie, beruhend auf der Spaltung von schweren Atomkernen, die einzige primäre Quelle mit größerem Beitrag zur Deckung des weltweiten Energiebedarfs. Sie ist insofern eine wirklich neue Energiequelle, weil sie von der Menschheit erst vor etwa 80 Jahren entdeckt und seither systematisch erschlossen worden ist.

Eine zweite neue Energiequelle, nämlich die Fusion von Wasserstoffkernen, befindet sich noch im Stadium von Forschung und Entwicklung. Durch diesen Prozess erzeugen die Sterne und damit auch unsere Sonne ihre Energie. Diese andere Art von Kernenergie treibt damit praktisch das gesamte globale Energiesystem an.

Die andere Art der Sonnenenergienutzung besteht in den so genannten erneuerbaren oder regenerativen Energien. Das sind zum Beispiel die Wind- und Wellenenergie, das Sonnenlicht als Licht- und Wärmequelle und in neuer Zeit auch als Stromquelle vor allem mittels der Fotovoltaik. Hinzukommt die gesamte Biomasse wie Holz, Stroh und andere pflanzliche Rohstoffe. Aber auch die Wasserkraft geht letztlich auf den Wasserkreislauf unserer Erde zurück, der von der Sonnenergie angetrieben wird.

Eine kleine Korrektur an diesem Bild ist allerdings notwendig: Die Erdwärme oder Geothermie nutzen den Wärmestrom, der aus der Erde kommt. Neben der Ursprungswärme der Erde leistet die Radioaktivität von Uran, Thorium und Kalium hierbei einen erheblichen Beitrag.

Die Erdwärme hat im Prinzip zwar ein sehr großes Potenzial, hat aber derzeit für die Energieversorgung nur eine lokal begrenzte Bedeutung. Die zweite Korrektur betrifft die Energiegewinnung aus Ebbe und Flut. Hierbei wird die Gezeitenwirkung, also die Gravitationswechselwirkung, vor allem von Erde und Mond genutzt.