Supraleiter schwebt im Magnetfeld

Supraleiter

Einige Materialien zeigen keinen elektrischen Widerstand mehr, wenn man sie unterhalb einer bestimmten Temperatur abkühlt. Aus vielen Bereichen der Forschung ist diese sogenannte Supraleitung nicht mehr wegzudenken.

Weniger Kraftwerke, weniger Treibhausgase, weniger Kosten. Enorme Strommengen ließen sich sparen, entdeckten Physiker den Schlüssel zur Supraleitung bei Raumtemperatur. Doch bereits heute hat sich die verlustfreie Stromleitung ohne elektrischen Widerstand einen festen Platz in vielen technischen Anwendungen erobert – trotz den dafür nötigen Temperaturen von unter minus 150 Grad Celsius. Über die Ursache der Supraleitung in den verschiedenen Materialien wird nach wie vor diskutiert. Verschiedene theoretische Modelle gelten als wahrscheinlich, andere als eher spekulativ und sie alle werden fortlaufend in Fachblättern besprochen, verfeinert, verworfen. Auf der praktischen Seite suchen Physiker nach neuen und vor allem „heißen“ Supraleitern, die sich für das Hochspannungskabel der Zukunft eignen könnten. Mehr zum Thema finden Sie auf den folgenden Seiten – von den Anfängen im Jahr 1911, als der niederländische Physiker Heike Kamerlingh Onnes in Quecksilber erstmals einen verlustfreien Stromfluss beobachtete, über den Fund von komplexen und spröden Kristallen als Hochtemperatursupraleiter bis hin zu eisenhaltigen Supraleitern, die einen neuen „Goldrausch“ auslösen.