Atome und Licht

Vor fast 2500 Jahren hatten der griechische Philosoph Leukipp und sein Schüler Demokrit eine revolutionäre Idee: Materie ist keine gleichmäßig verteilte Substanz, sondern besteht aus kleinsten, unteilbaren Grundbausteinen. Erste experimentelle Beweise für die Existenz der Atome lieferte jedoch erst die Chemie des frühen 19. Jahrhunderts. Denn mit Mikroskopen lassen sich Atome nicht sehen.

Im rechten Lichte, ob nun im sichtbaren, ultravioletten oder Röntgenbereich, verrät die Natur einiges über ihre Beschaffenheit. Heute beherrschen vor allem Quantenphänomene, Laser sowie Synchrotronstrahlungsquellen und Röntgenlaser den Forscheralltag in der Welt des Lichts.

Mit der Optik aus der Schulphysik hat die moderne Physik des Lichts nicht mehr viel gemein: Da wird mit Licht gerechnet und die Welt vermessen, werden immer bessere und leistungsstärkere Laser gebaut und kilometerlange Strahlungsquellen für die Biologie, Materialforschung oder Medizin genutzt.

Dabei scheint es besonders fruchtbar, das Wesen des Lichts und anderer elektromagnetischer Strahlung gründlich zu verstehen. Denn diese Form von Strahlung zählt zu den wenigen Dingen, mit deren Hilfe wir der Natur um uns herum auf die Schliche kommen können. Zudem führt heute an Licht kaum noch ein Weg vorbei, wenn es etwa um moderne Datenübertragung, die Bearbeitung von Materialien mit Hilfe von Laserschweißen oder die Chipherstellung geht.

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