LHC setzt neuen Rekord

Heute Morgen um 5.20 Uhr haben Physiker am CERN zum ersten Mal zwei Protonenstrahlen mit 3,5 TeV erzeugt.

Kontrollraum des CERN
Kontrollraum des CERN

Genf (Schweiz) - Solch hohe Energien wurden bisher mit keinem anderen Teilchenbeschleuniger erreicht. Dies ist ein wichtiger Schritt für das LHC-Forschungsprogramm: Bisher sind die hochenergetischen Strahlen im Beschleuniger nur gekreist, bald sollen mit einer Energie von insgesamt 7 TeV kollidieren.

Als der LHC im Dezember 2009 vorübergehend abgeschaltet wurde, hatten die Physiker Kollisionen von 2,36 TeV erzeugt. Bis zum erneuten Start 2010 bereiteten sie den Beschleuniger für Tests mit höheren Energien vor. Denn dafür ist ein stärkerer Strom an den Magneten nötig, was wiederum hohe Ansprüche an das neue Schutzsystem der Maschine stellt.

Bereits über eine Million Teilchenkollision haben die vier Detektoren ALICE, ATLAS, CMS und LHCb in den vergangenen Monaten registriert und aufgezeichnet. Die Daten werden derzeit im LHC Computing Grid rund um den Erdball ausgewertet.