LHC läuft jetzt mit Blei

Nur vier Tage dauerte die Umstellung von Protonen auf Blei-Ionen. Heute Mittag meldete das CERN: Kollisionen. Die ersten Kollisionen konnten die Experimente bereits am Wochenende aufzeichnen, doch seit heute liefert der LHC verlässlich Daten.

Blei-Blei-Kollission im Alice-Detektor
Blei-Blei-Kollission im Alice-Detektor

Genf (Schweiz) - Am 4. November waren die letzten Protonenstrahlen für dieses Jahr im LHC. Die Beschleunigerexperten begannen bereits am Nachmittag desselben Tages die ersten Blei-Ionen in den LHC einzuspeisen. Schritt für Schritt wurde der Beschleuniger an den Betrieb mit Blei-Ionen angepasst. Einige Parameter des Beschleunigers mussten neu eingestellt werden.

"Die Schnelligkeit mit der wir auf Blei-Ionen umstellen konnten, zeigt die Reife des LHC", sagt Rolf Heuer, Generaldirektor des CERN. "Nach nur wenigen Monaten Routinebetrieb läuft der Beschleuniger wie ein Uhrwerk."

Der LHC wir nun bis zur Winterpause am 6. Dezember mit Blei-Ionen betrieben werden. Im Betrieb mit Blei-Ionen werden die Experimente unter anderem den Zustand des Universums untersuchen, wie er kurz nach dem Urknall existiert hat - das so genannte Quark-Gluon-Plasma.