Erfolgreich: Teilchenkollisionen bei 7 TeV am LHC

Der größte Teilchenbeschleuniger der Welt hat mit Teilchenkollisionen mit der Schwerpunktsenergie von 7 Teraelektronenvolt seinen wissenschaftlichen Betrieb aufgenommen.

Freude beim CMS-Team am LHC
Freude beim CMS-Team am LHC

Genf (Schweiz) - Beim zweiten Anlauf am heutigen 30. März 2010 ist es um 12:59 erstmals gelungen, Teilchen im LHC mit der Rekord-Schwerpunktsenergie von 7 TeV aufeinander prallen zu lassen.

Der Large Hadron Collider, LHC, am europäischen Forschungszentrum CERN in Genf, ist der größte und leistungsfähigste Teilchenbeschleuniger der Welt. In seiner 27 Kilometer langen, kreisförmigen Tunnelröhre unter dem Grenzgebiet zwischen Frankreich und der Schweiz werden Protonen zur Zeit auf die Energie von 3,5 TeV beschleunigt. Das ist die Energie, die ein Proton erhält, wenn es eine Spannung von 3,5 Billionen Volt durchläuft.

Durch Teilchenkollisionen bei dieser Energie, die dann mit der Schwerpunktsenergie von 7 Teraelektronenvolt (TeV) stattfinden, erwarten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler neue Erkenntnisse über den Aufbau der Elementarteilchen.

Der erste Startversuch des heutigen Tages begann noch mit einem Abbruch der Beschleunigung, da es an einem Magnet zu einer Störung in der Spannungsversorgung kam und zusätzlich ein Schutzssystem angesprochen hat. Nach dem Reset der gigantischen Maschine des LHC konnte dann planmäßig die Energie von 450 GeV auf 3,5 TeV hochgefahren werden. Nun arbeiten die Beschleunigertechnikerinnen und Techniker in Genf an der Optimierung der Teilchenkollision und daran, die Anzahl der Messdaten zu vervielfachen.

Lesen Sie mehr zum LHC und der Forschung, die mit ihm stattfinden wird, in unserem LHC-Schwerpunkt unter www.weltderphysik.de/lhc oder klicken Sie auf den Link in der rechten Spalte.