Koordinator für ATLAS-Experiment

Freiburger Professor Karl Jakobs tritt am Cern in Genf sein Amt als "Physics Coordinator" am weltgrößten Detektor für Elementarteilchen an

Prof. Karl Jakobs
Prof. Karl Jakobs

Freiburg/Genf - Prof. Dr. Karl Jakobs von der Fakultät für Physik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg hat am 1. Oktober 2007 das Amt des "Physics Coordinator" am Atlas-Experiment in Genf angetreten. In einer weltweiten Zusammenarbeit betreiben Wissenschaftler in Genf am größten Teilchenbeschleuniger der Welt, dem Large Hadron Collider (LHC), den umfangreichsten Detektor, der je an einem Speicherring gestanden hat. Professor Jacobs koordiniert die Teamarbeit von circa 1600 Physikern am Atlas-Experiment, das zurzeit in Genf aufgebaut wird. Im LHC, der in einen 27 Kilometer langen Tunnel eingebaut wird, werden die aufeinander prallenden Protonen unvorstellbar große Datenmengen produzieren.

Der Atlas-Detektor ist ein riesiges Nachweisgerät für hochenergetische Teilchenkollisionen, das zurzeit am LHC aufgebaut wird. Der etwa 7000 Tonnen schwere Detektor von 45 Metern Länge und 25 Metern Durchmesser wird Stöße von Protonen vermessen, die am LHC zur Kollision bei höchsten Energien gebracht werden. Der Large Hadron Collider wird 2008 seinen Betrieb aufnehmen. In diesem Energiebereich erwarten die Forscher spannende physikalische Phänomene, die in der Entstehung des Universums eine wichtige Rolle gespielt haben.

Professor Karl Jakobs (48) promovierte 1988 in Heidelberg und forschte anschließend am europäischen Forschungszentrum für Elementarteilchenphysik CERN in Genf. Zurzeit hat er einen Lehrstuhl für Experimentelle Physik an der Universität Freiburg. Er ist von Beginn an, seit 1992, Mitglied der ATLAS-Kollaboration und hat sich maßgeblich an der Ausarbeitung des Physikpotenzials des Experiments beteiligt, insbesondere im Bereich der Physik des Higgs-Bosons - dem Teilchen, das allen Elementarteilchen ihre Masse verleiht.