Ulm erhält neues Helmholtz-Institut zur Batterieforschung

Forschungseinrichtung startet als Außenstelle des KIT im Januar 2011 - Universität Ulm ist Kooperationspartner; assoziierte Partner sind das DLR und das ZSW

Forschung Batterietechnologie
Forschung Batterietechnologie

Ulm - Leistungsfähige und kostengünstige Batteriesysteme sind die Voraussetzung für die künftige Wirtschaftlichkeit der Elektromobilität. Auch um fluktuierende erneuerbare Energien wie Wind und Sonne ins Energiesystem zu integrieren, ist der Ausbau der Grundlagenforschung für Batterietechnologie nötig. Deshalb gründet das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) als Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft in Kooperation mit der Universität Ulm zum 1. Januar 2011 das Helmholtz- Institut Ulm für Elektrochemische Energiespeicherung. Assoziierte Partner sind das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), ebenfalls Mitglieder Helmholtz- Gemeinschaft, und das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW). Die vier Partnerinstitute führen damit ihre Kooperation fort, die sie 2009 im BMBF-Kompetenzverbund Süd Elektrochemie begonnen haben. Mit dem neuen Kompetenzzentrum wollen sie ihre Zusammenarbeit ausbauen.

"Um die Energieversorgung langfristig auf erneuerbare Energien umzustellen und die Elektromobilität auszubauen, brauchen wir leistungsstarke Optionen für die Speicherung von Energie", kommentiert Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz- Gemeinschaft. Die Forschungsschwerpunkte des neuen Helmholtz-Instituts liegen auf den Feldern elektrochemische Grundlagenforschung, Materialforschung, Theorie und Modellierung elektrochemischer Prozesse sowie übergreifende Systembetrachtungen, wie beispielsweise Batteriemanagement und Materialverfügbarkeit. Darüber hinaus werden Analysemethoden zur Erforschung atomarer Prozesse während des Lade- und Entladevorgangs entwickelt.

Eine Schlüsselrolle kommt dabei der Lithium-Ionen-Technologie zu. Lithium-Ionen-Akkus speichern heute schon Energie für mobile Geräte wie Handys oder Notebooks. Die nächste oder übernächste Generation könnte für größere Geräte oder sogar Elektroautos geeignet sein, bis dahin müssen allerdings die elektrochemischen Prozesse besser verstanden werden. Das Institut in Ulm will in Zukunft alle Bereiche von der Grundlagenforschung bis hin zu möglichen Anwendungen abdecken und sich mit weiteren Forschungseinrichtungen, Universitäten und mit Unternehmen aus der Chemie, Batterie- und Automobilindustrie vernetzen.